Wappen

Wappen (vom mittelhochdeutschen Wort -wapen- = Waffen) sind farbig gestaltete, unveränderliche und erbliche Kennzeichen einer Familie, eines Gemeinwesens (Staat, Stadt usw.) oder einer Körperschaft (z.B. eines Vereines). Sie gehen auf die mittlelalterlichen Schutzwaffen (Schild und Helm) zurück. Daher besteht ein Wappen in der Regel aus zwei Bestandteilen: dem Schild mit dem eigentlichen Bild und dem sogenannten Oberwappen mit Helm, Helmdecke und Helmzier. Die Darstellung eines Oberwappens ist allerdings fast nur noch bei Familienwappen gebräuchlich, während die Wappen von Staaten, Kommunen etc. meist nur den Schild zeigen.

Für die Beschreibung eines Wappens gilt der allgemeine Grundsatz, daß die Begriffe -rechts- und -links- nicht vom Blickpunkt des Betrachters, sondern von dem des Schildträgers aus gelten. Die rechte Seite des Wappens ist also die dem Betrachter zur linken Hand liegende. Mit dieser, auch als -vorne- bezeichnete Seite beginnt stets die Beschreibung eines Wappens in der Literatur.

Farbensymbolik:

a Rot/Rubin

b Blau/Saphir

c Grün/Smaragd

d Schwarz/Diamant

Recht, Stärke

Ruhm

Freiheit

Standhaftigkeit

Tapferkeit

Ehre

Fröhlichkeit

Demut

Würde, Liebe

Aufrichtigkeit

Hoffnung

Frieden

Treue

Lieblichkeit

Tod, Untergang

Beständigkeit

Gesundheit

Trauer

e Purpur

f Gold/Topas

g Silber/Perle

kaiserliche Farbe

Herrlichkeit

Reinheit

Hoheit

Ansehen

Keuschheit

Würde

Hoheit

Unschuld

Herrlichkeit

Würde

Weisheit

Macht

Reichtum

Freude

Die Titzer Wappen bis zum 31.12.1971

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Amt Titz

Auf goldenem (gelben) Grund ein rotbewehrter und bezungter schwarzer steigender Löwe. Im oberen linken Teil in Blau ein abnehmender Mond. Unter dem Mond befinden sich zwei, auf der rechten Seite drei sechsstrahlige blaue Sterne.

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Gemeinde Titz

Im Schildhaupt in Blau rechts ein abnehmender goldener (gelber) Mond, links ein sechsstrahliger goldener (gelber) Stern, darunter in Gold (Gelb) ein steigender rotbewehrter und bezungter schwarzer Löwe. 

Quelle: “Wappen der Gemeinden, Städte und Amtsbezirke des ehemaligen Landkreises Jülich 1816 – 1971″

Das Titzer Wappen ab dem 1.1.1972

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Gemeinde Titz

Das Wappenschild entstammt einem Schöffensiegel von 1343. Der Löwe bezeugt die Zugehörigkeit zum Jülicher Herrschaftsbereich. Der Grund für die Wahl von Mond und Stern ist nicht bekannt, aber wahrscheinlich sysmbolisieren diese beiden Zeichen die Teilnahme eines Wappenträgers an Kreuzzügen in den Orient.

 Nach der kommunalen Neugliederung zum 1.1.1972 beschloss der Rat der neuen Gemeinde Titz, das Wappen des bisherigen Amtes Titz zu übernehmen, das auf dem Wappen der früheren Gemeinde Titz aufbauend (Jülicher Löwe, Mond und Stern) für die weiteren früheren selbständigen Gemeinden Gevelsdorf, Hasselsweiler, Müntz und Rödingen noch je einen weiteren Stern auswies.